Die Bayernausstellung „Brennpunk Bayern. Hitler und der Kampf um die Demokratie“ findet vom 8. Juli 2026 bis 7. August 2027 im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg statt. In Anlehnung an die großen Literaten und Theatermacher der Zeit erzählt die Ausstellung die politische Geschichte Bayerns in den frühen 1920er Jahren in der Form eines Dramas.
Im Zeitalter der Massenkundgebungen führen die Protagonisten den Kampf um die Demokratie mit theatralischen, geradezu bühnenhaft wahrgenommenen, Auftritten. Schriftsteller wie Lion Feuchtwanger oder die Journalistin Paula Schlier verarbeiten diese Ereignisse frühzeitig in ihren Werken und beschreiben das bayerisch-politische Milieu als Nährboden des Nationalsozialismus. Deshalb fasst die Ausstellung die prägenden Ereignisse im Brennpunkt Bayern in fünf Bühnenbildern zusammen und beleuchtet die zentralen Protagonisten: Wer gefährdet die Demokratie? Wer verteidigt sie? Wer wird von der Bühne gedrängt? Wer agiert im Hintergrund?
Der Blick hinter die Kulissen zeigt die Radikalisierung der politischen Auseinandersetzungen nach der Revolution 1918, enthüllt die Vernetzung der Rechtsextremisten, öffnet den Vorhang in die bürgerlichen Salons und offenbart, warum die Niederschlagung des Hitler-Putsches 1923 nur ein vorläufiger Sieg der Demokratie ist.
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Förderung: Inklusionsangebot
Inklusionsstationen in jeder Abteilung der Bayernausstellung
Die Bayernausstellung „Brennpunkt Bayern. Hitler und der Kampf um die Demokratie“ bietet verschiedene inklusive Angebote. Neben dem Einsatz von Leichter Sprache in der Ausstellung findet sich in jeder der fünf Ausstellungsabteilungen eine umfassende Inklusionsstation für sehbehinderte Besucherinnen und Besucher. Zu jeder Station gehören Tastbilder, Erläuterungen in Braille- und Profilschrift sowie ein Hörtext. So wird die gesamte Grunderzählung der Ausstellung inklusiv zugänglich gemacht.
Die erste Taststation erläutert die Revolution von 1918 im Zusammenhang mit einem Tastbild des Fahnenblatts der SPD-Ortsgruppe Pasing zum 8-Stunden-Arbeitstag. Auf der zweiten Bühne wird die „Ordnungszelle Bayern“ anhand eines taktilen Fotos des Ersten Landesschießens der bayerischen Einwohnerwehren im September 1920 erklärt. Die explodierenden Bierpreise während der Inflation von 1923 lassen sich anhand unterschiedlich großer Bierkrüge ertasten. Die Ereignisse des Hitler-Putsches können anhand der taktil übersetzten und vergrößerten Spottmedaille von Karl Götz nachvollzogen werden. Der Justizskandal um den Prozess gegen Adolf Hitler und andere Hochverräter 1924 wird in einer reliefartig übersetzten Gerichtszeichnung erläutert.
Drei der Stationen wurden zusammen mit Tactile Studio entwickelt. Eine Umsetzung war nur dank der großzügigen Unterstützung des Freundeskreises möglich. Die übrigen zwei Taststationen wurden von Kolleginnen und Kollegen des Hauses der Bayerischen Geschichte entwickelt und produziert. Alle Besucherinnen und Besucher nutzen die Inklusionsangebote mit großem Interesse – sie sind ein echter Mehrwert für alle!












