Bayerische Landesausstellung 2020
Stadt befreit –
Wittelsbacher Gründerstädte

10. Juni 2020 bis 1. November 2020

Am Allerheiligentag 2020 musste die Bayerische Landesausstellung „Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte“ bedingt durch die Corona-Pandemie eine Woche vor dem regulären Laufzeitende schließen. Bis dahin hatten in Friedberg und Aichach 63.169 Besucher die Ausstellung sehen können – eine im Corona-Jahr 2020 sehr stolze Zahl!

Für alle, die die Ausstellung nicht sehen konnten und ebenso für alle, die sich gerne an ihren Besuch erinnern wollen, haben wir eine kleine „Diashow“ mit einem Rundgang durch die Ausstellung zusammengestellt. Damit wird auch die Gestaltung der Ausstellung durch die in Bozen beheimatete „Gruppe Gut“ dokumentiert. Alle Fotos stammen vom Fotografen Oskar Da Riz, Bozen.

Mehr dazu finden Sie unter:
www.hdbg.de/basis/ausstellungen/archiv/stadt-befreit/stadt-befreit

Förderung: Keplerhaus

Virtueller Rundgang durch ein spätmittelalterliches Kaufmannshaus.

Im Wittelsbacher Schloss in Friedberg hieß eine der Abteilungen der Bayerischen Landesausstellung 2020: „Wie die Städte in die Höhe wuchsen“. Dort ging es um die spätmittelalterliche Stadt, um ihre Architektur, aber auch um das tägliche Leben. Dabei sollte auch der Blick ins Innere eines mittelalterlichen Kaufmannshauses nicht fehlen. Diese Überlegung stand hinter der Idee, ein besonders gut erhaltenes Haus für die Ausstellungsbesucher virtuell begehbar zu machen.

Dafür wurde das sogenannte Keplerhaus inmitten der historischen Altstadt von Regensburg ausgewählt. Es enthält Bausubstanz aus verschiedenen Jahrhunderten, die die Hausgeschichte und die Geschichte seiner Bewohner lebendig werden lässt.

In Kooperation mit den Museen der Stadt Regensburg wurden in einer aufwändigen Aktion Filmaufnahmen, 3D-Scans und Drohnenaufnahmen des Keplerhauses gefertigt. Aus diesem Material wurde eine 3D-Rekonstruktion des Hauses in verschiedenen Zeitschnitten und Kurzfilmen erstellt. Die professionelle Umsetzung übernahm die renommierte Firma ArcTron aus Altenthann, gefördert durch Mittel des Freundeskreises Haus der Bayerischen Geschichte.

Förderung: Das Stadtmodell von Aichach

Auf den Spuren von König Ludwig III. und seiner Frau Marie Therese

1914, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs, besuchte das bayerische Königspaar die kleine Landstadt Aichach, um dort die Ruinen der Burg Wittelsbach, der Stammburg ihrer Ahnen zu besuchen. Zahlreiche Fotografien, Pläne und Schriftstücke haben sich von diesem Besuch im Stadtarchiv Aichach erhalten. Sie erlauben es, eine typische Wittelsbacher Landstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu dokumentieren – im dreidimensionalen Stadtmodell. Zunächst mussten die Fotos, Pläne und Akten wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Dann wurden diese Erkenntnisse durch Michael Leibl (www.architektur-modelle.com) in akribischer Arbeit in ein CAD-Modell umgesetzt. Eine Ausfertigung des Modells konnte als 3D-Druck für die Schlussinszenierung der Bayerischen Landesausstellung im FeuerHaus Aichach verwendet werden. Dabei wurden diverse historische Zeitschichten per Beamer auf dieses Modell projiziert.
Der Freundeskreis der Bayerischen Geschichte förderte die wissenschaftliche Grundlagenarbeit, den 3D-Druck des Modells und den zugehörigen Medieneinsatz. Nach Ausstellungsende wurde das Modell im Sinne einer nachhaltigen Weiternutzung der Stadt Aichach übergeben.Eine weitere Ausfertigung des Modells als Tastmodell in massiver Bronze wurde mitten am Marktplatz vor der Spitalkirche aufgestellt, finanziert durch den Rotary-Club Aichach-Schrobenhausen und den Lions-Club Aichach, die auch die CAD-Modellierung finanziert hatten. Auch dieses Modell fußt auf den wissenschaftlichen Vorbereitungen, die der Freundeskreis des Hauses der Bayerischen Geschichte ermöglicht hat. So können alle Besucher Aichachs heute vergleichen, wie sehr oder wie wenig sich die Innenstadt in den letzten 100 Jahren verändert hat.

Förderung: Sandtner-Modell

München im 1570 wie im Flug erleben

Fotos des originalen Sandnter-Modells im Bayerischen Nationalmuseum München.

Im Auftrag des bayerischen Herzogs Albrecht V. fertigte der Straubinger Drechslermeister Jakob Sandtner mehrere Stadtmodelle, darunter im Jahr 1570 ein Modell der Residenzstadt München. Die Originale sind heute im Bayerischen Nationalmuseum ausgestellt und stellen ein einzigartiges Zeugnis für bayerische Städte des späten 17. Jahrhunderts dar. Im Rahmen eines Projekts der TU München konnte die Firma „illustrated architecture“ das Münchner Modell fotogrammetrisch erfassen, finanziert durch die Meitinger Stiftung.

Dank der Förderung durch den Freundes­kreis des Hauses der Bayerischen Geschichten wurden die Daten für die Bayerische Landesausstellung 2020 „Stadt befreit – Wittelsbacher Gründerstädte“ so bearbeitet, dass verschiedene thematische Filme mit virtuellen „Flügen“ durch das Modell gezeigt werden konnten: ein Höhepunkt des Rundgangs im „FeuerHaus“ Aichach.

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